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Mehr Toleranz für Transgender

Mehr Toleranz für Transgender
Abiturientin Finja Stange vom MSMG Telgte gewinnt mit ihrer Facharbeit den Regionalwettbewerb von Jugend Forscht 

Eine volle Halle. Hunderte von aufgeregten Schülern, die ihre Projekte einer strenger Jury präsentieren. So sieht der Wettbewerb Jugend Forscht eigentlich aus. Doch wegen Corona ist auch dieser deutschlandweite Wettbewerb in dieser Form in diesem Jahr nicht umsetzbar. Aus diesem Grund fand die regionale Runde am 25. und 26. Februar online über die Plattform Microsoft Teams statt. Und auch auf Landesebene wird es ähnlich aussehen.
Jugend Forscht ist ein Schüler- und Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik und gilt als der bekannteste in Deutschland. Auch am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Telgte ist er seit Jahren präsent. Die Schüler können in der Jugend-forscht-AG ihre Projekte erarbeiten. Leiterin ist seit 2009 die Biologie-Lehrerin Dorle Hermes, die außerdem in der Jury der Regionalrunde sitzt.
Sie ermutigte Finja Stange aus der Q2 des MSMG, mit ihrer Facharbeit aus dem Leistungskurs Biologie am Regionalwettbewerb teilzunehmen. Denn Dorle Hermes ist im Leistungskurs Biologie die Lehrerin von Finja. Das Thema der Arbeit ist die Untersuchung zur geschlechtsabhängigen Funktionsweise von Gehirnen von Transgendern anhand von Fragebogentests. 
Warum war dieses Thema so geeignet für Jugend Forscht? „Die Idee war einfach gut und Finja hat es total zielorientiert durchgeführt“, so Dorle Hermes. Außerdem sei die Möglichkeit bei dem Wettbewerb sehr bereichernd und gewinnbringend. 
Wie kommt man auf ein solches komplexes Thema? Die 17-Jährige hatte eine Dokumentation zu einem Mädchen gesehen, das als Junge zur Welt kam, aber sich schon mit sechs Jahren sicher war, dass sie die Identität eines Mädchen hat. „Es gibt eine starke Zunahme von Transgendern in unserer Gesellschaft und die Ursachen sind noch nicht ganz klar“, betont Finja. „Ein Grund ist die erhöhte Medienpräsenz und die immer offenere Gesellschaft, aber ich habe mich gefragt, ob es auch biologische Gründe dafür gibt. Ob es hirnorganisch bedingt ist“, erzählt sie. Deswegen beschloss sie, diesen Themenbereich zu untersuchen. 
„Transgender nimmt in unserer Gesellschaft an Toleranz zu, aber immer noch nicht bei allen“, betont die Gymnasiastin. Sie hofft durch ihre Arbeit viele Menschen zu informieren, aber auch mehr Toleranz für Transgender zu schaffen. „Es ist aber auch wichtig, die biologischen Ursachen weiterhin zu untersuchen“, so die Abiturientin, die nach dem Abitur Medizin studieren will.
Im November 2020 meldete sie sich für Jugend Forscht an und lud ihre Arbeit im Januar hoch, wobei sie diese noch etwas ergänzte und abänderte. 
Dann ging es am 25. Februar für sie in den Wettbewerb. „Um neun Uhr gab es eine Begrüßung und um 16 Uhr war ich mit meiner Präsentation dran“, berichtet Finja. 
Das Ganze ging 15 Minuten und außer Dorle Hermes waren noch zwei weitere Jury-Mitglieder zur Bewertung im Online-Portal Microsoft Teams anwesend. „Die Präsentation sollte um die fünf bis zehn Minuten gehen und danach folgte eine Frage-bzw. Diskussionsrunde mit der Jury“, erzählt Finja. 
Insgesamt gab es kaum technische Schwierigkeiten beim Wettbewerb. „Unterm Strich hat alles super funktioniert“, erzählt Biologielehrerin Hermes. 
Und tatsächlich gewann die Schülerin des MSMG den ersten Platz in der Sparte Biologie im Regionalwettbewerb Münster. Sie erhielt eine Jahreskarte für den Zoo Münster und eine Geldprämie. Und für sie geht es nun mit ihrer Arbeit „Untersuchung zur geschlechtsabhängigen Funktionsweise von Gehirnen von Transgendern anhand von Fragebogentests“ weiter: am 22. bis zum 24. März auf Landesebene, wo alle Erstplatzierten der Regionalwettbewerbe aufeinander treffen. 

Außer Finja Stange nahmen noch zwei weitere Gruppen vom MSMG am Wettbewerb teil: bei Schüler Experimentieren (Schüex), das bis 14 Jahre gilt. Hier erhielten Carl Windhorst, Robert Hoffmann und Florin Arifi aus der Stufe 5 des MSMG für ihr Modell eines Wespenflügels den Preis für das beste interdisziplinäre Projekt. 
Und auch Carla Ebel aus der sechsten Klasse nahm mit ihrem Projekt über die Walnuss am Schüex teil. Dorle Hermes betont: „Sie hat sich gut präsentiert.“


Von Franziska Ix
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