Im Sinne einer individuellen Förderung der Jugendlichen variieren in jedem Jahrgang die unterrichtlichen Inhalte und Projekt-Schwerpunkte gemäß der besonderen Fähigkeiten und Ausbildungsbedürfnisse der jeweiligen TeilnehmerInnen. Im Zentrum steht jedoch immer ein Tag der Betriebserkundung durch die Schülerinnen und Schüler in den unter-schiedlichsten Wirtschaftsunternehmen der Region. Hier bietet das Telgter Modell eine ideale Plattform zur Kontaktaufnahme zwischen Schule und Wirtschaft in gemeinsamer sozialer Verantwortung.  
Vgl.: www.telgter-modell.de/

Innerhalb sich anschließender und vielfältiger praxisorientierter Kulturtechniken ergeben sich konkrete identitätsstiftende Anlässe zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen und in der engen Kooperation von Schule und Wirtschaft ein wechselseitiger Mehrwert im Hinblick auf die Ausbildung der Jugendlichen:

Aus der Sicht von Schülerinnen, Schülern und Schule

Aus der Sicht regionaler Wirtschaftsunternehmen

In jedem Jahr wechseln mit den beteiligten Jugendlichen in dem jeweils modifizierbaren Konzept auch die alltagskulturellen und berufsorientierenden Schwerpunkte der unterrichtlichen Erarbeitungsphasen in der Schule, die weiteren Aktivitäten und öffentlichen Präsentationen, somit auch die schulfachübergreifenden Aspekte und mitwirkenden Fachkolleginnen und -kollegen.

Dieses Konzept ist inzwischen ein etablierter Baustein im Rahmen der berufswahl-stützenden Maßnahmen des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums in Telgte und regelmäßiger Bestandteil der Ausbildung im Fachbereich Kunst.
Die folgenden Projekte und öffentlichen Abschlusspräsentationen wurden bereits nach diesem Konzept durchgeführt und sollen in Zukunft,  erneut modifiziert, fortgesetzt werden:

Projekte 2011-2012

1. WIRTSCHAFT HAUTNAH 2011:

Wirtschaft und Schule erproben gemeinsame Formen der Ausbildung: Ein berufsorientierendes Kulturprojekt des Maria-Sibylla- Merian Gymnasiums Telgte in Kooperation mit dem örtlichen Unternehmen Münstermann GmbH &Co KG als Partner im Telgter Modell.
SCHWERPUNKT: Die alltäglichen Bedingungen der Arbeitswelt und konkreten betriebswirtschaftlichen Aspekte globaler Herausforderungen kennenlernen durch Interviews mit Mitarbeitern aus allen Abteilungen, Recherchen und Reportagen, kleinere praktische Übungen. Bezüge zwischen den großen Stadt- und Wirtschaftszentren und einer medienvermittelten individuellen Erfahrungswelt erleichtern dabei die Orientierung. Die Mitarbeit im Rahmen der Unternehmenskultur durch handlungsorientierte Kulturtechniken und eigene Gestaltungsbeiträge fördern die Team- und Kommunikationsfähigkeit für bessere Chancen in den international arbeitsteiligen Herausforderungen beruflicher Ausbildung.

 

Button zu den Schüler-Wandbild-Serien für die Besprechungsräume „Paris“, „Berlin“ und „Rom“
des Unternehmens Münstermann

 

      Mitwirkende:

  • 65 Schülerinnen und Schüler der MSM-G-Oberstufen-Einführungsphase, Fach Kunst
  • Frau Münstermann (Unternehmensleitung) und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bernd Münstermann GmbH &Co KG
  • Frau Schlenker-Zymek MSM-G- im Fach Deutsch mit Passagen-Sprechtheater-Beiträgen einer Schülergruppe
  • Herr Grundmann MSM-G- im Fach Musik mit einer Percussion-Eigenkomposition für Werkmaterialien und Orchester-Formation
  • Gabriele Bernhard ( MSM-G-FB Kunst) Konzept, Leitung und Projektdurchführung

Öffentliche Abschluss-Ausstellung in den Werkhallen des Unternehmens Münstermann am 08.07.2011:
Jugendliche Wahrnehmungen und Ansichten der Wirtschaftsmetropolen Paris-Berlin-Rom (Wandgestaltungen)

„PASSAGEN-Paris-Berlin-Rom“: Jugend-Event in Kooperation mit dem Unternehmen Münstermann. Jugendliche der EP-Kurse des MSM-Gymnasiums präsentieren Musik, Rhythmen mit Werkmaterialien, Gesang, Tanz, Sprechtheater, Bilder- und Raumgestaltungen für das Unternehmen, typische Stadt und Jugendkulturen als Reflex auf eine Ausbildungssituation in Zeiten der Globalisierung.

Button zur Bild- und Text- Dokumentation des Projektverlaufs

 

II. HANDARBEIT– BILDWERK 2012:
Die Projektergebnisse HANDARBEIT-BILDWERK 2012 beruhen auf dem flexibel angelegten Konzept WIRTSCHAFT HAUTNAH, einer berufsorientierenden Variante des lebensweltbezogenen Kunstunterrichtes der gymnasialen Oberstufe, welches ich seit 2011 entwickelt und in der schulpraktischen Durchführung erprobt und intensiviert habe.

FOTOGRAFISCHE EINBLICKE ALS BERUFSORIENTIERENDE ERFAHRUNGEN
SCHWERPUNKT: Schülerinnen und Schüler der Oberstufen Kunst-Kurse wurden einen Tag lang in 21 Unternehmen der Region von Fachleuten betreut, konnten den Profis über die Schulter schauen, kleine eigene praktische Versuche unternehmen und ihre ganz konkreten Beobachtungen in Foto-Bildreportagen und Kurz-Berichten festhalten. Sehen und sehen lernen, den subjektiven Blick und die besondere Aufmerksamkeit auch auf die weniger spektakulären Dinge des Alltags richten, Fotografie und Bildbearbeitung als Entdeckung der bedeutungsvollen Nebensächlichkeiten im Rahmen von Selbst- und Fremdwahrnehmungsprozessen. Jugendliche lernen neue Berufe und Anforderungen im Berufsalltag kennen, entdecken ihre eigenen Interessen und Stärken und überzeugen mit ihren Talenten unabhängig von Zeugnisnoten.
Schulische und betriebliche Ausbildungsstätten, die jeweiligen Ausbilder und Auszubildenden lernen sich auf sehr konkrete und spezifische Weise neu und vorurteilsfrei kennen.

Öffentliche Abschluss-Präsentation HANDARBEIT-BILDWERK im Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium am 20.04.2012:
Ausstellung der Foto-Reportagen aus 21 Unternehmen der Region, digitale Beamer-Präsentation, Erlebnisberichte von TeilnehmerInnen, gemeinsamer abschließender Erfahrungsaustausch der Beteiligten.

Mitwirkende:

  • 54 Schülerinnen und Schüler der MSM-G-Oberstufen-Einführungsphase, Fach Kunst
  • 21 Wirtschaftsunternehmen der Region aus produzierendem Gewerbe, Handwerk, Handel und Dienstleistung
  • Herr Diesing (MSM-G-FB Kunst) Projektdurchführung und Foto-Projektbuch
  • Herr Große Westerloh (MSM-G-FB Informatik) mit Schüler-Arbeitsgruppe zur digitalen Präsentation der Fotoreportagen auf der Homepage des Telgter Modells:
    www.telgter-modell.de
  • Frau Münstermann (Unternehmensleitung Münstermann GmbH &Co KG ) und Herr Bäumer (städtische Wirtschaftsförderung Telgte) als hilfreicher Ansprechpartner
  • Gabriele Bernhard (MSM-G-FB Kunst) Konzept, Leitung und Projektdurchführung

 

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Oktober 2012
Gabriele Bernhard 
E-Mail: ga-ber.MSMG@t-online.de