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Politik

Exkursion nach Berlin

Exkursion nach Berlin
Vom 11. Juni bis zum 14. Juni 2015 war der SoWi LK der Q1 von Frau Atallah in Berlin. Hier haben wir das im Unterricht Besprochene von verschiedenen Positionen nahe gelegt bekommen und direkte Eindrücke zu politischer Arbeit gesammelt.
Schon seit mehreren Monaten waren wir mit der Organisation unserer Lk-Fahrt beschäftigt, schließlich hatten wir die Chance unseren Aufenthalt in Berlin selber zu gestalten und diese Chance wollte der gesamte Kurs nutzen, um viele unterschiedliche Impressionen aus der Hauptstadt unseres Landes mitzunehmen.

Dank des Engagements unserer Lehrerin Frau Atallah bekamen wir ebenso die Möglichkeit einen Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Warendorf mit unseren Fragen zu löchern.

In Berlin angekommen blieb uns nur wenig Zeit zum Verschnaufen, denn schon für den Nachmittag war das Treffen mit Greenpeace vereinbart. Dort klärte uns die international agierende Umweltorganisation über ihre kritische Position bezüglich des Freihandelsabkommen auf, welches derzeit im europäischen Parlament diskutiert wird. Greenpeace sieht durch dieses Abkommen ein Risiko für die Gesellschaft und den Schutz von Natur und Umwelt gefährdet. Die dabei angesprochenen Probleme, konnten wir am nächsten Tag bei einem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Warendorf, Reinhold Sendker, diskutieren.

Gegen Abend besuchten wir die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, die medizinische Nothilfe in Kriesen- und Kriegsgebieten dieser Welt leistet. Dort bekamen wir einen detaillierten Einblick in die Arbeit der Organisation und die Auslandserfahrungen die ihre Mitarbeiter gesammelt haben. Den Abend ließen wir dann gemütlich typisch berlinerisch mit einem Imbiss auf dem Alexanderplatz ausklingen.

Am nächsten Morgen wurde es dann richtig spannend, denn es ging zu einem Interview mit Reinhold Sendker, einem CDU-Abgeordneten, ins Paul-Löbe-Haus, welches direkt neben dem Bundestag steht. Von Mitschülern wurden zahlreiche Fragen vorbereitet, wie zum Beispiel das Problem der viel befahrenen B64 gelöst werden soll oder warum die Ticketpreise des ÖPNV in unserem ländlichen Raum, im Gegensatz zu den günstigen Tarifen in Großstädten, so hoch ausfallen. Auch interessiert uns Sendkers Meinung zum Thema Freihandelsabkommen, allerdings wurde diese weniger ausreichend von ihm erörtert. Letzten Endes gab es sich Herr Sendker als ein Mann der das ländliche Westfalen im Bundestag vertritt doch auf größere politische Entscheidungen schien er wenig Einfluss zu haben. So erfuhren wir sowohl die Chancen unserer parlamentarischen Demokratie aber ebenso auch die Grenzen dieser.

Anschließend wurde uns in der Stasi Untersuchungshaftanstalt Hohenschönhausen auf beeindruckende Art gezeigt, was es hieß, einem autoritären Regime ausgeliefert zu sein, denn durch das Gefängnis führte uns ein Guide, der bei einem Fluchtversucht erwischt wurde und deshalb für 7 Monate in Hohenschönhausen inhaftiert wurde. Von dieser Führung waren wir sehr beeindruckt.

Am Samstag ging es dann in das Zentrum unserer Demokratie, dem deutschen Bundestag, dorthin von wo aus über alle wichtigen Entscheidungen öffentlich diskutiert und abgestimmt wird. Ein weiteres Highlight dieses Tages war die Fahrradtour entlang der Berliner Mauer. Die Führung wurde gerade deshalb zu einem Erlebnis, weil uns Knut, ein waschechter Berliner und ein aus dem Westen Gleflohener, auf eine Tour durch seinen Kiez mitnahm und von seinen ganz persönlichen Erfahrungen aus der DDR berichtete.

Kurz vor Schluss unseres Berlin-Trips begaben wir uns noch einmal in das Regierungsviertel und zwar um zu untersuchen wie Wirtschaft und Politik miteinander in Verbindung stehen.. Ein Vertreter von Lobbycontrol führte uns deshalb vom Bundespresseamt bis zum Brandenburger Tor, um uns diese Beziehungen ein Stück transparenter zu machen.

Obwohl unsere Programmpunkte sehr unterschiedlich waren, so ergab sich auf der Rückfahrt, dass wir eine Menge über unsere Demokratie gelernt haben, ebenso darüber wie das Leben in einem totalitären Staat aussieht. Uns wurde bewusst, dass es sich lohnt diese Demokratie zu schützen. Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace und Lobbycontrol übernehmen dabei eine wichtige Beobachtungs- und Regulierungsfunktion und Ärzte-ohne-Grenzen kommt denen zu guten, die das Privileg einer Demokratie nicht genießen dürfen.

Noch viel wichtiger ist es, zu lernen wie so ein demokratisches System funktioniert, welche Chance es der Bevölkerung bietet und natürlich auch, wo diesem Grenzen gemacht sind. Insgesamt haben wir einen guten Einblick in die verschiedensten Aspekte der Sozialwissenschaften bekommen, wobei auch die Komplexität und verschiedensten Sichtweisen deutlich geworden sind.

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Sarah Waltermann und Alexander Marx, Q1


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