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Politik

Ein Gespräch mit Konsulin Sarita Glassburner-Moen

Ein Gespräch mit Konsulin Sarita Glassburner-Moen
„Das ist kein Problem, ich weiß selber wie schwer es als Fremdsprachler ist auf einer anderen Sprache zu kommunizieren“ erklärt Sarita Glassburner-Moen, Vizekonsulin des amerikanischen Generalkonsulats.
Eine Aussage die vielen Schülern die Angst vor dem Englischsprechen gehörig nehmen könnte.
 
„Trotzdem: der Austausch mit anderen Kulturen, wie der Amerikanischen, ist extrem wichtig, auch schon für junge Menschen“.
Ein Interview mit der Vizekonsulin des amerikanischen Generalkonsulats in Düsseldorf: Diese Chance hatten kürzlich zwei Schüler des Englisch LK-Kurses von Lehrer Karsten Rossien.
Noch vor dem Treffen mit dem Amerikanischen Botschafter, das die Schülergruppe bei einer WN-Ausschreibung gewonnen hatte und das bis dahin streng geheim gehalten wurde, hatten die beiden Q1-Schüler Jannick Bosse und Johanna Homann die Möglichkeit sich mit Generalkonsulin Sarita Glassburner-Moen auszutauschen. Glassburner-Moen ist Vize-Konsulin des amerikanischen Generalkonsulat Düsseldorf.

Die quirlige Amerikanerin erzählte den beiden Merian-Magazin-Reportern ohne lange zu zögern, voller Freude von dem abwechslungsreichen Arbeitsalltag einer Generalkonsulin.
Glassburner-Moen, die im US-Bundesstaat Oregon aufgewachsen war, hatte schon früh mit der deutschen Kultur zu tun, nicht zuletzt weil sie selber deutsche Vorfahren hat.
„Tatsächlich haben viele Amerikaner deutsche Wurzeln“, erklärt sie. „Deutschland hat, was die ursprüngliche Herkunft vieler Amererikaner angeht, in vielen Bundesstaaten eine Vorreiterrolle.“ Doch auch sonst hatte Glassburner-Moen früh Kontakt mit Deutschland: Mit 16 Jahren kam sie als Austauschschülerin nach Baden-Württemberg und studierte später in München, dann in Wien.
Diese Erfahrung, andere Länder, Menschen und Kulturen, kennenzulernen, legt sie auch anderen Jugendlichen ans Herz. „Der Austausch mit anderen Kulturen, wie der Amerikanischen, ist extrem wichtig, auch schon für junge Menschen“, macht sie den Schülern im ungezwungenen Austausch deutlich.

Doch nicht nur ihr persönlicher, sondern auch der berufliche Werdegang, war für die beiden Merian-Magazin-Reporter von großem Interesse. Glassburner-Moen ist als Vizekonsulin für die Leitung der politischen und wirtschaftlichen Abteilung zuständig. Hierbei konzentriert sie sich auf Themen wie Handel, Kommunikation und wirtschaftliche Entwicklung. Zudem verfolgt, analysiert und berichtet sie über die politischen Entwicklungen in Deutschland und unterstützt die politischen Ziele der Vereinigten Staaten in Zusammenarbeit mit führenden deutschen Politikern. Doch auch Treffen mit jungen Leuten gehören zu ihrem breiten Aufgabenspektrum. Ein Bereich der ihr besonders viel Freude bereite.

Auch auf die nächste Frage, wie ihr Verhältnis zum Botschafter wäre, antwortet die Diplomatin freudig, denn dieser sei schließlich ihr Boss. „Wir hatten wirklich Glück mit Ambassador Emerson und auch mit dem vorherigen Botschafter“, beschreibt sie. „Mr Emerson hat einen extrem weitgefächertes Wissen, vor allem was Themen und Abkommen, wie das zurzeit stark diskutierte Freihandelsabkommen TTIP geht“

Geführt wurde das Interview im Verlagsgebäude der Aschendorff Media Group, dem Herausgeber der Westfälischen Nachrichten. Und nachdem die Schüler ein paar ihrer Fragen auf deutsch stellen konnten, animierte Glassburner-Moen die beiden, doch auch einige Fragen auf Englisch zu formulieren, sodass es zu einem bilingualen Interview-Erlebnis für die Schüler wurde.
Doch auch für das nicht immer perfekte Englisch der Schüler hat die Amerikanerin vollstes Verständnis. Sie wisse selber wie schwer es ist eine Fremdsprache zu erlernen. So berichtet sie den Schülern am Ende des Gesprächs heiter von unangenehmen Situationen, die ihr hauptsächlich am Anfang ihrer Zeit in der Bundesrepublik widerfahren sind.
Doch diese kleinen Sprachmissverständnisse machen die quirlige Amerikanerin noch sympathischer. So erzählt sie den Schülern die Anekdote aus ihrer Jugend als sie in einem Lebensmittelgeschäft sagte, sie hätte gerne einen „pickel“, was natürlich zu großer Verwirrung und Verwunderung im Laden führte.
Denn natürlich ist es etwas anderes gewesen, dass Glassburner-Moen zu kaufen versuchte.
Pickle bedeutet im Englischen Sauergurke und war der eigentliche Kaufwunsch der Vizekonsulin.

Auch wenn ihr Deutschland sehr gefällt führt ihr Job die fröhliche Amerikanerin, die schon in Indien arbeitete, bald schon zu einem neuen Fleck auf der Welt.
Dann tritt sie ihren Dienst im Konsulat in Mexico-City an.
Doch Deutschland, so erzählt sie abschließend, wird immer ein Stück Heimat für sie sein.


Der Beruf einer Vize-Konsulin

Sarita Glassburner-Moen, die gebürtig aus Oregon einem US-Bundesstaat an der Westküste kommt, ist die derzeitige Vize-Konsulin des amerikanischen Generalkonsulats in Düsseldorf.

Als Vize-Konsulin übernimmt sie die Leitung der politischen- und der Wirtschaftsabteilung des Konsulats.

Die politische Abteilung verfolgt, analysiert und berichtet über die politischen Entwicklungen in Deutschland und unterstützt die politischen Ziele der Vereinigten Staaten in Zusammenarbeit mit führenden deutschen Politikern. Politische Beamte bewerten die Ergebnisse amerikanischer Maßnahmen und Programme in Zusammenhang mit den Beziehungen zu Deutschland und sind dem Botschafter bei der Erarbeitung von Vorschlägen behilflich.

Die Wirtschaftsabteilung wiederum konzentriert sich auf Themen wie Geld und Bankwesen, Handel, Kommunikation und Transportwesen, wirtschaftliche Entwicklung, Staatsfinanzen und Biotechnologie. Darüber hinaus befassen sich die Wirtschaftsbeamten mit umweltpolitischen, landwirtschaftlichen, wissenschaftlichen und technologischen Fragen wir der Zusammenarbeit im Weltraum, der Erderwärmung, Biotechnologie und Artenvielfalt.

Während andere Staatsgesandte, wie der Diplomat die Interessen seiner Regierung gegenüber der Regierung einer fremden Macht zu vertreten hat, ist der Konsul, der durch einen Vize-Konsul, wie Frau Glassburner-Moen vertreten wird, vor allem den Interessen der Angehörigen des Entsendestaates im Empfangsstaat verpflichtet. Konsulate gelten daher nicht als diplomatische Vertretungen eines Staates, sie sind vielmehr Auslandsvertretungen eigener Art.

Johanna Homann/Jannick Bosse




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